Das Schaumburger Land ist eine historische Kulturlandschaft im südwestlichen Niedersachsen. Es liegt zwischen dem Weserbergland, dem Steinhuder Meer und der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Der größte Teil gehört heute zum Landkreis Schaumburg. Bedeutende Städte sind Stadthagen, Bückeburg und Rinteln.
Historisch geht das Schaumburger Land auf die Grafschaft Schaumburg zurück, die sich im Mittelalter entwickelte. Nach verschiedenen Erbteilungen entstanden unter anderem die Grafschaft Schaumburg-Lippe und ein hessischer Teil Schaumburgs. Bückeburg wurde zur Residenzstadt der Fürsten von Schaumburg-Lippe und besitzt mit dem Schloss Bückeburg bis heute ein bedeutendes Zeugnis dieser Geschichte.
Die Landschaft ist abwechslungsreich: Im Süden prägen bewaldete Höhenzüge des Weserberglands wie der Bückeberg und die Weserberge das Gebiet, während es nach Norden hin zunehmend flacher wird. Die Weser verläuft im westlichen beziehungsweise südwestlichen Teil der Region. Charakteristisch sind außerdem zahlreiche kleinere Dörfer, Fachwerkhäuser, historische Stadtkerne und landwirtschaftlich genutzte Flächen.
Kulturell besitzt das Schaumburger Land eine ausgeprägte regionale Identität. Bekannt sind beispielsweise die Schaumburger Tracht, traditionelle Bräuche und die sogenannte Schaumburger Mütze. Zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten zählen neben Schloss Bückeburg auch die Festung Wilhelmstein im Steinhuder Meer, das Kloster Möllenbeck bei Rinteln sowie historische Bauwerke in Stadthagen.
Heute verbindet das Schaumburger Land seine lange Geschichte mit Tourismus, Landwirtschaft, mittelständischer Wirtschaft und einer landschaftlich attraktiven Lage zwischen den größeren Städten Hannover und Bielefeld. Besonders Wander- und Radwege sowie historische Orte machen die Region zu einem beliebten Naherholungsgebiet.














